Dienstag, 21. September 2010

iiih - aus dem bett rollen mit der routine im nacken

die letzten tage bestanden konsequent aus Fußball spielen mit verrückten Vietnamesen(kennt ihr GalaxyQuest? Die Vietnamesen erinneren mich son bisschen an diese kleinen, im ersten Augenblick süß wirkenden Aliens, die kurz darauf ihren verletzten Freund auffressen)
Nach dem Fußballspielen kommt das Bier, nach dem Bier der Schlaf nach dem Schlaf der Fußball... heute durchbreche ich meine Routine, ich bin im Bett geblieben und werde keinen FUßball berühren - yeah.
Gestern in der Bar haben wir(Cliff und die beiden Franzosen) einen Squad koreanischer Special Forces Soldaten getroffen und haben die Tische zusammengestellt.Die Verständigung lief primär über Pantomime, gestützt durch einzelne der englischen Sprache ähnelnden Laute.
Als ich ihm etwas später gesagt habe: " I like you guys, cuz you don't behave all gay all the time like other Korean guys" - schreit der eine nur " NO NO NOT GAY" und der Chef von denen, der gar kein englisch versteht, setzt sein Bierglas mit lautem Knall auf dem Tisch ab, schnappt sich eine Gabel, und nachdem er eine kurze aber energische Geste des Drohens in meine Richtung mit dieser performt hatte, biegt er sie mit einer Hand komplett zusammen, schmeißt sie auf den Tisch und greift wieder zum Bier.
Das hat dann etwas gedauert bis ich ihnen klar machen konnte was ich gesagt habe. Außerdem war es eine Lüge - der Typ neben mir hat mich genötigt meine Pommes halb zu essen, sie dann wieder in de Ketchup zu tauchen und ihn damit zu füttern, dabei hat er immer sein Kopf ein stück nach vorne geschoben, die Augen geschlossen uns als Ausdruck des Genusses geschnurrt wie ein kleines Kätzchen.(Ich möchte an dieser stelle nocheinmal auf den nackten Chinesen im Kofferraum bei Hangover hinweisen, für alle denen meine Beschreibung nicht lebendig genug war)
Die nächsten Tage habe ich frei, hier ist THanksgiving, da fahren alle zu ihren Familien, das heißt, alle die Familie haben. Vielleicht finde ich ein paar zarme Eichhörnchen im Stadtpark. Eigentlich wollte ich zum Bahnhof und in den nächstbesten Zug steigen, aber der Hausmann hat beschlossen ertsmal ne runde klar Schiff zu machen.

hier diese tolle portrait aufnahme, damit ihr nicht immer nur von euren durch Alkoholkonsum dezimierten Erinnerungen leben müsst.

2 Kommentare:

  1. Sebastian hat sich von seinem Schock erholt und22. September 2010 um 10:27

    Krass.

    Bei der Geschichte mit dem koreanischen Death Squad dachte ich wirklich: "Nein, der Niki wußte doch, daß die ihn nicht so gut verstehen. Warum muß er denn da jetzt ausgerechnet so komplizierte Konzepte wie "Ihr", "benehmen", "die ganze Zeit" zusammen mit dem Allerweltswort "gay" in den Raum werfen?"
    "Ich dachte schon, jetzt wird ihn der Kommandant dann gleich die Gabel essen lassen, oder... ."

    Aber klar, der musste halt ein Exempel statuieren, weil Du halt ein Ausländer bist. Dabei wußte er sicher ganz genau... der kennt doch seine Männer!

    Ich werde mir die Geschichte auf jeden Fall merken, falls ich mal ein Beispiel für "den Ernst der Situation verkennen" brauche.

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  2. naja er hat dann zum abschied ca. 10 Min meine hand geschüttelt/gedrückt und sich die Haare auf meinen Fingern angeguckt bevor er dann übersetzen ließ : "You are a good man"
    Ein anderer von denen hat meine Handfläche gelesen und meinte " Work: very low very low" dann hat sich sich die nächste Linie angeguckt" Money ohhh Money very rich, ohh ohhh very rich, good money" ... also scheint mein Lebensplan, nämlich ohne Arbeit Millionär zu werden am Ende doch noch aufgehen.

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